Faustlos ist ein Präventionsprojekt, erstmal zur Begriffserklärung "Prävention".
                Prävention bedeutet "Vorsorge", sie wird in drei verschiedene Arten eingeteilt:
                Primäre Prävention = Bedeutet, das Vorgesorgt wird, gleichermaßen bei allen Kindern und Jugendlichen, bevor irgendetwas vorgefallen ist, ohne das es irgendwelche Anzeichen gibt, das es Vorkommnisse in irgendeiner Zeit geben wird.
                
                Sekundäre Prävention
                = Beduetet, das Vorgesorgt wird, bevor etwas vorgefallen ist, allerdings mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird, die aufgrund ihres sozialen Umfeldes, ihrer Lebensgeschichte, ihren familiären Struckstuen, etc. als Risikobelastet gelten.
                Tertiäre Prävention
                = Setzt an, nachdem etwas vorgefallen ist, um Vorzubeugen das es nicht wieder geschieht.
                Prävention ist jung, aber bereits breit gefächert...Verkehrsprävention, Verbrechensprävention,  Aidsprävention, Drogenprävention, Aggressionsprävention...um nur einige Beispiele zu nennen.
                
                Voraussetzung für effektive Prävention sind:
                      Früher Beginn (je früher desto besser)
                    
                     Wiederholung (immer weider)
                    
                      Breitenwirksamkeit (Kindergarten, Schule, Elternhaus...)
                    
                    
                    
                Faustlos ist ein Gewaltpräventionsprojekt, es ist gleichermaßen Primär, Sekundär und Temporäre Prävention und erfüllt alle Voraussetzungen für effektive Wirksamkeit.
                Faustlos hilft den Tätern (obwohl ich bei Kindern nicht von Tätern sprechen möchte, eigentlich sind sie auch nur Opfer) und den potentiellen Opfern, die es vor Gewalterfahrungen schützt.
                "Faustlos hilft dem Kind sich selbst zu helfen", das gilt für aggressive Kinder, die sich kontrollieren lernen und für Opfer von Gewalt, die sich zu wehren wissen und in der Gruppe stark werden, nach dem Motto "Gewalt- nicht bei uns!"
                Das Ziel von Faustlos ist es, die Kinder zu befähigen eigenständig und unabhängig Probleme zu lösen.
                Es bekämpft zielstrebig die Ursache von aggressivem Verhalten (fehlendes Einfühlungsvermögen, mangelnde Ausdrucksmöglichkeiten, Impulshandlungen, fehlende Verhaltensmodelle in Streß-, Gefahrensituationen).
                Diese Defizite wurden bei Beobachtungen in den U.S.A herausgefunden.
                Faustlos ist aus dem Umkehrschluß entstanden : Wenn diese Defizite die Quelle von aggressivem Verhalten sind, dann müssen Kompetenzen in diesen Bereichen Aggressionen vermindern.

                Das besondere an Faustlos ist, das es entwicklungsgemäß auf das Alter der Kinder zugeschnitten ist. Faustlos-Kindergarten arbeitet mit anderen Materialien und stellt andere Anforderungen an die Denkleistung der Kinder als das Faustlos Grundschul-Konzept.
                Seine Erfolgsgaranten sind:
                    
                     Die Wiederholung, das es die Kinder Jahrelang begleitet und so verinnerlicht wird
                    
                    
                     Das es in die Einrichtung eingebunden wird, so, das Fachkräfte es in den Alltag transportieren können ( dies wäre nicht möglich wenn 
                      jemand Außenstehendes in die Einrichtung käme und nach der Durchführung wieder gehen würde).
                    Die Vernetzung mit dem Elternhaus und idealerweise auch mit den Schulen
                    
                    Die Übertragung in den Alltag, das Faustlos also nicht nur ein Projekt für 20 Minuten die Woche ist und es danach wieder vergessen wird.
                    
                    
                    Das keine Stigmatisierung von Tätern und Opfern stattfinden. Aggressive Kinder haben bereits einen Stempel auf der Stirn, würde 
                      man nur diese Kinder für ein solches Projekt herausgreifen, wird dieser Stempel noch deutlicher, und man könnte nicht mehr mit der Mitarbeit dieser Kinder rechnen.
                  Außerdem sind die braven Kinder nicht immer nur die Engel, sie wissen wo der Knopf des aggressiven Kindes ist, drücken ihn, und wenn das aggressive Kind nur ein bißchen hochgeht ist es gleich wieder im Blickfeld, "Ich hab nichts gemacht..." kommt dann von den kleinen Engeln...
                  Für eine gesunde Gruppendynamik ist es außerdem enorm wichtig, das das Problem gemeinsam angegangen wird, nicht nur das aggressive Kind hat ein Problem, Gewalt ist ein Problem der ganzen Gruppe.
                  Faustlos wurde weiter wissenschaftlich untersucht und bestätigt.
                  Als Nebeneffekt wäre noch die Sprachförderung aufzuführen, die im weiteren Sinne auch etwas mit Gewaltprävention zu tun hat (wer sich gut ausdrücken kann, braucht seine Fäuste nicht sprechen lassen) aber eigentlich ist es nicht als Ziel dieses Projekts aufgeführt.
    
    
                [Hintergrund] [Projekt] [Durchführung] [Geschichte] [Verbreitung] [Faustlos bei uns] [Häufig gestellte Fragen]
                  [Presseberichte] [E-Mail] [Gästebuch] [Copyright] [Impressum]