Seit 1999 bietet der Präventionsrat im Harlingerland e.V. den Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) für den Landkreis Wittmund an.
Der Täter-Opfer-Ausgleich ist ein Verfahren, bei dem Konflikte nach einer Straftat außergerichtlich geklärt werden können. Täter und Opfer haben dabei die Möglichkeit, mit Unterstützung einer neutralen Vermittlerin oder eines Vermittlers (Mediator/in) miteinander zu verhandeln.
Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.
Was passiert beim Täter-Opfer-Ausgleich?
Im Gespräch können Tatbeteiligte:
- über die Tat und deren Folgen sprechen
- ihre Sichtweise schildern
- Gefühle, Sorgen oder Ängste ausdrücken
- Verantwortung übernehmen
- eine Entschuldigung aussprechen
- eine Lösung für den entstandenen Schaden finden
Ziel ist es, den Konflikt zu klären und eine faire Wiedergutmachung zu vereinbaren.
Chancen eines Täter-Opfer-Ausgleichs
Ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich kann:
- zur Wiedergutmachung des Schadens beitragen
- den Konflikt nachhaltig lösen
- zu einer Einstellung des Verfahrens führen
- eine Strafmilderung ermöglichen
Ablauf eines Täter-Opfer-Ausgleichs
Der TOA wird meist durch die Staatsanwaltschaft oder ein Gericht beauftragt. Eine Teilnahme kann aber auch durch andere Stellen angeregt werden, zum Beispiel durch:
- Polizei
- Jugendgerichtshilfe
- Bewährungshilfe
- Rechtsanwälte
- oder durch die Beteiligten selbst
Zunächst finden getrennte Gespräche mit den Beteiligten statt. Dabei wird geklärt, ob ein Täter-Opfer-Ausgleich möglich und sinnvoll ist.
Wenn beide Seiten einverstanden sind, kann ein gemeinsames Gespräch stattfinden.
Alternativ kann die Vermittlung auch indirekt über Einzelgespräche oder online erfolgen.
Das Ergebnis der Konfliktvermittlung wird anschließend an die Staatsanwaltschaft oder das Gericht weitergeleitet, die über das weitere Verfahren entscheiden.
Kontakt
Für weitere Informationen wenden Sie sich gern an unsere Mediatorinnen in Strafsachen Imke Nicolai und Inga Piltz.
